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3. Ziele

3.1 Situation im Stadtteil Gaarden
Der Stadtteil Gaarden kann aufgrund der vorliegenden Zahlen zur sozialen Problemdichte in den Stadtteilen („Bausteine und Perspektiven zur Verbesserung der sozialen Situation im Sozialraum Gaarden“ LHS Kiel 01/2007) als sozialer Brennpunkt beschrieben werden.
39,9 % der BewohnerInnen erhalten Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II.
EmpfängerInnen von ALG II machen einen Bevölkerungsanteil von 30,2 % aus.
65,5% der 0-15 jährigen GaardenerInnen sind abhängig von Sozialgeld nach dem SGBII.
Der Ausländeranteil in Gaarden beträgt 25%.
Der Anteil der allein Erziehenden liegt mit 7,66 % an zweithöchster Stelle im gesamten Kieler Stadtgebiet.
29,1% der Gaardener GrundschülerInnen wechseln an die Hauptschule.
19% aller 14-21- jährigen  Kieler StraftäterInnen stammen aus Gaarden.
Der Anteil der Ausgaben der Landeshauptstadt Kiel im Bereich der Hilfe zur Erziehung, der nach Gaarden fließt, beträgt 27,3%.
Ein besonderes Spiegelbild der sozialen Lage in Kiel-Gaarden ergibt sich aus dem Kieler Gesundheitsbericht aus 2006. Hiernach liegt das Kariesrisiko bei Gaardener Erstklässlern bei 42%. Die Einschulungsuntersuchungen im Stadtteil ergeben Übergewicht bei 42%, Koordinationsstörungen bei 40% und Sprachstörungen bei 28% der Kinder.
Daraus ergibt sich für den Stadtteil Kiel-Gaarden folgender Handlungsbedarf:

  1. Beratungsbedarf für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern in niedrigschwelliger Angebotsstruktur
  2. Stärkung der Mütter- bzw. Elternarbeit
  3. Erhöhung der Betreuungskapazitäten
  4. Weiter Angebote der offenen Jugendarbeit
  5. Innovative Konzepte zur Minderung der Langzeitarbeitslosigkeit
  6. Einbeziehung der BewohnerInnen aller ethnischen- und Altersgruppen in partizipative Projektplanungen
  7. Städtebauliche Aufwertung des Stadtteils
  8.  Stärkung des Kulturstandortes Gaarden
  9. Förderung eines Netzwerkes der ortsansässigen Unternehmen

3.2      Wirken der Genossenschaft
Im Stadtteil Kiel- Gaarden sind bereits zahlreiche AkteurInnen in unterschiedlichen Vernetzungsstrukturen aktiv.
Die Stadtteilgenossenschaft Gaarden eg i.G. wird die Ressourcen bündeln und ihr Wirken im Bereich der Förderung der auf den Stadtteil bezogenen Bildung und Erziehung, der Jugendhilfe und der Integration entfalten.
Die Stadtteilgenossenschaft ermöglicht die Beteiligung der unterschiedlichen für den Stadtteil relevanten Gruppen, wie BewohnerInnen, Arbeitslose, Betriebe der Wirtschaft, Institutionen und Vereine/ Verbände.
Sie wird zur Verbesserung der Lebensqualität und des interkulturellen Zusammenlebens im Stadtteil beitragen.
Gemeinsam mit den AkteurInnen unterschiedlicher Professionen wird die Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG integrative Konzepte entwickeln, die Kooperationen koordinieren und die Sensibilität für eine kreative andere Form sozioökonomischen Handelns unter der Prämissen einer Sensibilität für die Besonderheiten des Stadtteils fördern.

 3.3     Aktivitäten der Genossenschaft
Die Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG hat die Betreiberschaft des Mehrgenerationenhauses in Kiel- Gaarden als Zentrum für Kultur, Bildung, Beratung, Begegnung und soziale Dienstleistungen übernommen. Die Räumlichkeiten befinden sich im Eigentum der Stadt Kiel. Diese hat die insgesamt 1300qm große Fläche nach den Wünschen der Stadtteilgenossenschaft umbauen lassen und wird diese an die Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG vermieten.  Das Mehrgenerationenhaus trägt den Namen „Vinetazentrum“ und wird aus ESF- Mitteln im Rahmen des Aktionsprogrammes Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den Zeitraum von fünf Jahren mit 40000€ p.a. gefördert.
Die Stadtteilgenossenschaft koordiniert die Nutzung der Räumlichkeiten und die Zusammensetzung der Angebote durch die Mitglieder. Darüber hinaus regelt sie die Nutzung durch Nichtmitglieder im Rahmen der Satzung, regt die Entwicklung weiterer Projekte an und führt diese in Kooperation mit den angeschlossenen Fachstellen aus.
Das Basisangebot des Vinetazentrums umfasst gemäß der Satzung der Stadtteilgenossenschaft sowie der Vorraussetzungen für ein Mehrgenerationenhaus im Sinne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Anlehnung an das Integrationskonzept der LHS Kiel für den Stadtteil Gaarden:
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